Zu wenig Stauraum? 3 Tipps für mehr Ordnung und Struktur

Kennst du das Gefühl, wenn man sich endlich von unliebsamen Altlasten getrennt hat? Wenn man sich total befreit fühlt und wieder so richtig durchatmen kann? Hm, aber wohin mit dem übrigen Kram? Garnicht so einfach alles am richtigen Ort unterzubringen, stimmt’s?

Hier sind optimale Stauraum-Lösungen mit durchdachtem System gefragt. Das Ganze sollte dann nicht nur gut aussehen und zum Einrichtungsstil passen, sondern auch im Alltag einen Mehrwert bieten. Denn sind die richtigen Dinge am richtigen Ort untergebracht, spart man nicht nur Nerven, sondern auch viel Zeit.

Tipp #1 – Planung ist das A & O

Auch wenn du’s nicht gerne hörst, aber bevor etwas ordentlich verstaut werden kann, muss man sich erst einmal einen Überblick über sein Hab und Gut verschaffen. Solltest du in der glücklichen Lage sein und dein neues Heim von Grund auf neu planen und einrichten können, stehen dir (fast) alle Türen offen. Es ist in diesem Fall nämlich möglich, Stauraum intelligent in die Architektur zu integrieren. Dies können ausziehbare Treppenstufen sein oder schlichte Schrankwände, die sich elegant in das Gesamtkonzept des Hauses einfügen. Aber klar, nicht jeder hat diese Voraussetzungen und muss aus dem, was sich ihm bietet, das beste rausholen.

Besonders wichtig in der Planung ist, dabei strategisch vorzugehen und wirklich zu eruieren, welche Dinge wo untergebracht werden müssen, damit sie bei Bedarf immer griffbereit sind. Auch das Ausmaß an benötigtem Stauraum wird meist unterschätzt. Im Idealfall sind zu Beginn noch zwei, drei Regale oder Schubladen leer. So kann man den Schrankhinhalt zunächst etwas gelockerter verstauen – mit der Zeit, sammelt sich ohnehin immer mehr und mehr Zeug an (ob man will oder nicht – du kennst das bestimmt…).

Aber auch auf ein unausweichliches Alltagsthema sollte nicht vergessen werden: den Wohnungsputz. Hier gilt zu beachten, welches Material sich für den jeweiligen Raum am besten eignet und ob dieses im Alltag auch entsprechend einfach sauber zu halten ist. Oder aber auch, ob der Staubsauger unter dem Möbel noch Platz hat.

Tipp #2 – lass den Stauraum nicht Überhand nehmen

Nach all den eher praktischen Aspekten, ist natürlich noch immer am wichtigsten, dass man sich in der Wohnung auch noch wohl fühlt und der Stauraum nicht Überhand nimmt. Aber keine Sorge – hier gibt es tolle Lösungen, die ein offenes Raum-Feeling bieten und einiges an Stauraum hergeben.

Beispielsweise können Sitzgelegenheiten wie Vorzimmerbänke oder trendige Poufs im Schlaf-, Ankleide- oder Wohnzimmer für zusätzlichen Stauraum sorgen, ohne auf den ersten Blick danach auszusehen.

Wenn der Platz in einem Zimmer aber begrenzt ist, muss man sich nach den Gegebenheiten richten. In kleinen Räumen empfiehlt es sich daher bei Schränken und Kommoden auf helle Farben und filigrane Optik zu setzen. Ein wuchtiger Schrank aus dunklem Holz in einem kleinen Zimmer würde extrem „drücken“ und ein unangenehmes, beengendes Gefühl erzeugen.

Tipp #3 – nicht alles muss hinter Schranktüren versteckt werden

Stauraum muss nicht immer einen geschlossenen Schrank oder eine Kommode voraussetzen. Wenn der zu verstauende Inhalt mehr oder weniger überschaubar ist, also beispielsweise ein paar Bücher und Kleinkram im Wohnzimmer, Mappen und Schreibutensilien im Büro oder Handtücher und Kosmetikartikel im Badezimmer, dann überleg doch mal, dir ein offenes Regal anzuschaffen.

Dinge, die du ständig brauchst (und die im Idealfall auch noch dekorativ sind), können so ohne weiteres offen zu sehen sein. Das schafft automatisch mehr Luftigkeit im Raum. Dinge, die unordentlich wirken oder einfach nicht schön anzusehen sind, können in separaten Kisten und Körben verstaut werden. Zum einen ist man hier sehr flexibel, sollte mal etwas weg oder dazu kommen, zum anderen gibt es Regale, Kisten und Körbe in unzähligen Stilen, Farben und Formen. Du kannst dir hier also ganz individuellen Stauraum schaffen, der nicht nur praktisch ist, sondern auch noch perfekt zu dir und deiner Einrichtung passt. Ergänzt mit ausgewählten Deko-Artikeln, die deine Persönlichkeit widerspiegeln und Dingen, die du gerne ansiehst und die dir Freunde bereiten, wie eine Pflanze, eine hübsche Skulptur oder ein gerahmtes Foto, wird dieser Stauraum zu einem einzigartigen Eyecatcher.

Das Gefühl einer aufgeräumten und strukturierten Wohnung, in der alles seinen Platz gefunden hat, ist einfach unbezahlbar. Gerade zum Jahresanfang überkommt mich daher immer die Lust, alles etwas umzukrempeln, auszumisten und neu zu sortieren und dekorieren um befreit ins neue Jahr zu starten und wieder richtig durchatmen zu können.