Minimalismus. Kahl und ungemütlich? – weit gefehlt!

„little space – endless ideas“

Der Trend geht bereits seit einigen Jahren immer weiter hin zu kleinen Räumen. Der klassische, urbane Lifestyle ist übersichtlich, praktisch und dennoch gemütlich. Ist man jedoch gewohnt viel Platz zu haben, so kann es schon sein, dass man beim Umzug in einen klassischen Neubau kurzfristig die Nerven verliert. Wohin mit den ganzen Möbeln?

In Verbindung mit dem Trend zum „Minimalismus“ scheint das Einrichten einer solchen Wohnung eigentlich ganz einfach, es gilt jedoch eine Vielzahl an Variablen zu bedenken und vor allem den alltäglichen Nutzen nicht aus den Augen zu verlieren. 

viele Wünsche – wenig Platz

Das ist wohl das Hauptproblem vieler, die versuchen alles in ihr neues, kleines Heim zu bekommen. Es MUSS ja ein Tisch für mindestens 6 Personen rein, eine Anrichte, ein Sideboard, ein Sofa mit Hocker und und und… MUSS es wirklich? Es gibt bereits eine Vielzahl cleverer Ideen am Markt, die Design und Funktionalität miteinander verbinden. So kann zum Beispiel das klassische gerahmte Bild als Wandschmuck ganz einfach durch ein hippes Weinregal abgelöst werden. Dinge, die nicht nur schön aussehen, sondern einen gewissen „Extranutzen“ erfüllen sind total im Kommen und werden zukünftig noch einige einfältige Einrichtungsgegenstände ablösen. Setze Prioritäten für dein Zuhause und stelle dir die Frage: „was brauche ich wirklich?“.

Das Mainstreamdenken sollte beim Einrichten der eigenen vier Wände unbedingt abgeschaltet werden. Nur weil jeder ein Lowboard im Wohnzimmer oder eine Anrichte im Essbereich hat, heißt das nicht, dass das auch ein Zwang fürs eigene Heim ist. Viel wichtiger ist doch, dass es perfekt auf die eigene Lebensweise und den eigenen Geschmack der Bewohner abgestimmt ist. Es ist daher eine gute Idee, sich vor der Einrichtungsplanung umfangreich über die aktuellen Möglichkeiten und die eigenen Bedürfnisse Gedanken zu machen. Lasse dabei auch den Grundriss deiner Wohnung nicht außer Acht – oft bieten sich ungeahnte Möglichkeiten, auch wenn der Platz begrenzt ist.  

Weniger ist mehr

Minimalismus bringt durchaus einige Vorteile mit sich. Beispielsweise wirkt es immer aufgeräumt und ordentlich, sogar dann, wenn mal ein paar Dinge herumliegen, erschlägt einen nicht gleich das Chaos.

Der Grat zwischen Kahlheit und schlichter Schönheit ist sehr schmal, hat man die perfekte Balance aber einmal gefunden, lässt der minimalistische Einrichtungsstil auf jeden Fall viel Platz zum Wohlfühlen.

In einem vollgestellten Raum mit Krimskrams und überladener Dekoration in jeder Ecke kann auch der Geist nicht zur Ruhe kommen. Ist es aber clean und aufgeräumt, hat man nach einem langen Arbeitstag auch Platz seine Gedanken zu sortieren und zur Ruhe zu kommen.

Und auch den praktischen Aspekt im Alltag darf man nicht vergessen – weniger Einrichtung bedeutet auch weniger Stolperfallen, weniger Möbel, die beim Putzen beiseite gerückt werden müssen und letztendlich auch – weniger „Ballast“.

Setze den Fokus auf das Wesentliche

Das mag einfach klingen, ist aber ähnlich wie damals in der Schule beim Kürzen von zu lange geratenen Aufsätzen: Die Entscheidung „was kann weg?“ und „worum geht es eigentlich?“. Zu priorisieren was wichtig und weniger wichtig ist braucht oft etwas Zeit. Die Sicht aus verschiedenen Blickwinkeln kann dabei helfen.

Kommt man in einen Raum ist es doch schön, sich auf ein, zwei Gegenstände fokussieren zu können. Dies kann beispielsweise ein gemütlicher Relaxstuhl in der Leseecke des Wohnzimmers sein oder ein hochwertiger Waschtisch im Badezimmer. Die Devise beim minimaoistischen Einrichtungsstil ist und bleibt immer die gleiche: „weniger ist mehr“.